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"Weibliche Designerinnen"

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Dies allein ist schon anprangerungswürdig. Man stelle sich mal vor, es gäbe ein Buch über "männliche Designer" oder "männliche Fussballfans". Sprich, letzlich sollte das Geschlecht doch hier völlig irrelevant sein. Die Herausgabe eines solchen Buchs kann somit nur ein Eingeständnis dafür sein, dass Design und Weiblichkeit eher eine Kuriosität als eine Normalität darstellt.

Der erste Blick durchs Buch bestätigt dann auch, dass es sich dabei mehr oder weniger um Feministenkacke handelt.

...

Im Artikel werden dann Fotos gezeigt von ach so tollen automobilisten Errungenschaften wie z.B. den Renault Scenic, ein Auto was ich letzens fahren durfte und was sicherlich eines der hässlichsten (und schlechtesten) Autos auf diesen Planeten ist


"..... aber auch ganz unterschiedliche Lösungen für immer wiederkehrende Fragestellungen begegnen uns bei dieser exemplarischen Entdeckungsreise durch die Gestaltungsgeschichte von Frauen. "

bzw.

"Einige der von Designerinnen gestalteten Objekte sind Design-Klassiker - andere gilt es zu entdecken. Auf dem Weg zur Serie wird gestapelt, was das Zeug hält: Stapelgläser, Stapelkännchen, Stapelstühle, Stapelschränke. Objekte aus Glas, Porzellan, Holz, Metall oder Kunststoff. Aber auch biomorphe Salz- und Pfefferstreuer, Glassessel oder verschnürte Sofas fanden den Weg zur Serie. Das Experimentieren mit neuen Materialien bewegt Designerinnen ebenso wie die Suche nach einer neuen Formensprache. Und vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, bedeutete zum Zeitpunkt des Entwurfs eine kleine Revolution... "



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Wie eine Nilbraut, die man in die Wellen wirft. Portraits expressionistischer Künstlerinnen und Schriftstellerinnen

Leider hab ich's Fliegen ganz verlernt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen der Neuen Sachlichkeit

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Ein Kommentar

Re: "Weibliche Designerinnen"

"Weibliche Designerinnen" - 14. June 2003 - 19:35

wer nicht mal einen buchtitel lesen kann, sollte sich vielleicht besser nicht im rezensieren eines ganzen buches versuchen. das kann ja nur in die hose gehen - bzw. muss wohl zwangslaeufig unter der guertellinie bleiben, wenn in ermangelung eines hoeher gelegenen denkorgans das hormon die gefluegelten worte diktiert...

das buch heisst jedenfalls nicht"'weibliche designerinnen", sondern schlicht "designerinnen". und dass es so heisst bzw. dezidiert vertreterinnen (nicht -Innen) des fachs gewidmet ist, duerfte doch wohl weniger irgendein 'eingestaendnis' darstellen, denn vielmehr eine konsequenz aus der wirkmacht durchaus kurioser, gleichwohl nach wie vor kursierender mythen der konjunktion von testosteron und tunst sein, zu denen eben auch gehoert, das DER (star-)designer maennlich ist. die eine oder andere quotenfrau darf dann ja gern die regel bestaetigen. <br>
wuerde das gros der buecher ueber "designer" einen anderen eindruck vermitteln, gaebe es vermutlich doch gar keinen anlass, buecher ueber designerinnen zu schreiben. oder?


ob man dahinter gleich schon 'feministenkacke' vermuten muss, ist wohl noch mal eine andere frage.
erstaunlich finde ich nur, dass schon der ruch des f*********-worts so streng zu ins naeslein zu stechen scheint - wo wir doch alle miteinander nach wie vor wenn nicht bis zum scheitel, dann mindestens bis zum hals in misogyner maskulinistenscheisse stecken.

zur befreiung von derlei dueften empfehle ich als wirkungsvollen kunstgriff, dass sich fuerderhin alle designer einfach designerinnen nennen. wenn das geschlecht ebensowenig eine rolle spielt wie dessen benenung qua berufsbezeichnung und titelschau, sollte das doch auch fuer maennliche designerinnen eine leichte uebung sein.

 

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