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Subject: o GUNSTkalender : surrogatenaschen o


Moderator



 

Posts: 28
Registered: 30.7. 2002
Status: Offline

posted on 12.5. 2002 at 20:12
Von: miss.gunst@gmx.net
Datum: Mo 20, Mai 2002 19:08
Betreff: o GUNSTkalender : surrogatenaschen o



o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
o o o o o o o o gunstkalender o o o o o o o o o
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o

wer zeigte seinerzeit, wie schoen es sein kann, an seiner
eigenen kotze zu ersticken - oder doch zumindestens
schoener & angenehmer als an einem eklen reflux des
dddenkens? genau, kai althoff, mit reflux lux, einer arbeit,
anlaesslich deren ausstellung bei neu '98
anke kempkes nebenbei, aber treffend schrieb, er habe
der berliner kunstszene damit eine leiche in den
keller gelegt. oder vielleicht besser: aus dem keller
hoch hopp huebsch auf den praesentierteller gehoben.
zusammen mit den resten eines spaghettiessens, das doch wohl
nur rein physiologisch betrachtet den anlass der asphyxie
abgab, waehrend wahrscheinlich viel eher das
staendige surrogatenaschen die gravierendsten
gesundheitlichen folgen zeitigt, so auf dauer betrachtet.

in diesem sinne - trotzdem oder deswegen, das koennen
sich die geneigten GUNSTkalenderleserInnen jetzt
aussuchen - ist der erste, vielleicht auch der
wichtiste GUNSTtipp der woche (alles andere laesst sich eh
kaum vermeiden, oder?) am

o o di 21. 05. 202 o o

in den frankfurterkunstverein
http://www.fkv.de
zu gehen, wo es ab 19.30 uhr
eine auf- und vorfuehrung von kai althoffs
video "erfuellung" auf dem programm steht. und zwar anlaesslich
des erscheinens des kataloges bzw. werkverzeichnisses
"kai althoff: gebaerden & ausdruck"
hgg. von nicolaus schafhausen fuer den fkv,
wo es hoffentlich auch bald noch mehr von kai althoff
zu sehen gibt. der in frankfurt zwar schon
im rahmen der ars viva 98/99 (damals im portikus)
gastierte. aber schon viel frueher und seinerzeit
eben schon: gerade spannend, weil noch nicht so
viel herumgereicht, in nicolaus' (ex-)galerie
lukas&hoffmann in koeln.

o mi 22. 05. 2002 o

sollte man dann vielleicht noch mal eine
gezielte kunstpause einlegen, bevors danach
ziemlich dicke kommt auf dem lokalen parkett.
und zwar stellt sich schon am

o do 23. 05. 2002 o

die frage: wo eigentlich anfangen. wenn man sich naemlich
zuerst gegen 20 uhr richtung anita beckers begibt,
die dann ihre ausstellung mit ingrid mwangi
eroeffnet (frankenallee 74, ffm),
dann hat man im mak frankurt
http://www.mak.frankfurt.de
das vom mak-projekt digital craft
http://www.digitalcraft.org/
anlaesslich der ausstellungseroeffnung
von "i love you : computer_viren_hacker_kultur"
um 18.30 angesetzte round table
"love&hate: computerviren zwischen kult und chaos"
mit:
florian cramer
http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/homepage/
epidemiC
http://www.epidemic.ws/
Jaromil
http://dyne.org/
bzw.
http://korova.dyne.org/
0100101110101101.org
http://0100101110101101.org/
& eric chien, dem leiter des
(sic) virenforschungslabors europa von symantec
http://www.symantec.com/region/de/avcenter/submit_de.html
versaeumt.
also vielleicht erst mal dorthin und dann
(waehrend der nicht immer von allen so sehr mit spannung
verfolgten) eroeffnungsreden ans andere ende der stadt.
um dann zur soirée "bohèheme digitale" mit weiteren beitraegen
& performances der oben genannten (mit ausnahme von eric chien)
ab 21.30 rechtzeitig wieder zurueck zu sein.
bequemer ist es wahrscheinlich, gleich in sachenhausen zu
bleiben. fuers gute gewissen:
die ausstellung bei beckers laeuft noch bis zum
15. juni und danach mit einer anderen videoarbeit von mwangi
("neger") weiter bis zum 06. julei.

und lieber im anschluss an die soirée zum
akustisch passenden laptopmusikkonzert
zu dem stephan beck nach glorioser
premiere im vergangenen sommer im multi.trudi
http://www.multitrudi.de/laptopmusic
da mittlerweile trudilos ab 22.00
in den goldfinger (muenchener str. 9, ffm)
laedt.

was aber nicht heisst, dass man die zeit zwischen roundtable
und soiree unbedingt im mak verbringen und nachher doch
noch die reden anhoeren muss.
denn: nur eine einmalige gelegenheit fuer diesen
donnerstag abend ist die performance
"songs of my land" von michaela meise mit
norman seeger und sergej jensen,
die um 20 uhr
bei konstantin adamopoulos in der schulstrasse 48
(= nur ein paar schritte vom mak) stattfindet.
bei der aber bitte _puenktlich_ sein.
weniger wegen der potentiellen rueckkehr
zur soirée, sondern weil performance
bekanntlich ein zeitbasiertes medium ist,
und wer zu spaet kommt, dem fehlt dann
schnoed ein stueck vom bild.
warten wird michaela meise wiederum nicht
koennen, denn im anschluss muss sie huschhusch
nach berlin zum ausstellungsaufbau duesen.
warum? nun:


o fr 24. 05. 2002 o

an diesem tag, ausgerechnet, eroeffnet ein
ex-frankfurter in berlin seine galerie,
und zwar mit einer ausstellung von michaela
meise. johann koenig, fuerderhin ebendort in der
weydingerstrasse 10 residierend.

waehrend michaelas lokaler fanclub, den harten
kern mal ausgenommen, wahrscheinlich doch eher
daheim am main bleiben wird.
denn schliesslich eroeffnet an diesem abend
hier vor ort die manifesta4, alle eckdaten dazu
inkl. einiger hintergrundinformationen zu
den bespielten lokalitaeten und den beteiligten
kuenstlerInnen & projekten unter
http://www.manifesta.de
die nach den prinzipien der freien marktwirtschaft
in die manifesta eingekaufte "free" manifesta
http://www.free-manifesta.org
soll meinen informationen nach uebrigens im
kunstverein residieren; womit die manifesta
dem buechel-kontrakt folgend, ihrer zusage
nachkommt, die kaeuferin den von den kuratorinnen
eingeladenen kuenstlerInnen/projekten gleichzustellen
- das free aber einmal mehr hinterbaenklerwitzqualitaeten
erhaelt. naja, wer's braucht.

ansonsten kann, wer sich beim eroeffnungsrundgang
(20 bis 24 uhr) die fuesse noch nicht muede gelaufen hat,
im anschluss gleich zur manifesta-eroeffnungsparty
weiterziehen ins
honky tonk, muenchener str. 57, ffm
wo ab 1 uhr DJ DSL und felix (really? aber in der manifestapost
stand ganz deutlich nicht: daniel) haaksman
auflegen.

und damit die zeit bis zur eroeffnung der art frankfurt
http://www.artfrankfurt.de/
am samstag auch sonst nicht so ganz kunstlos verbracht
werden muss, haben mogli cruse, célestine hennermann,
susanne kessler, gregor knueppel, ilka kops,
tanya steinhaeuser und miriam wuertz
im hotel miramar, berliner str. 31, ffm
eine szenische situation arrangiert, die
zwischen 20 uhr abends und 08 uhr morgens
in zwei versionen zugaenglich ist,
schicht- bzw. szenenwechsel um 02 uhr samstag frueh.
wie in hotels ueblich, in denen man nicht als
inlaenderIn gastiert, soll ein personalausweis
zum einchecken mitgebracht werden.

soweit so hinreichend fuer eine woche,
die ja schliesslich nicht zur desensibilisierungstherapie
geraten soll. meint jedenfalls

miss.gunst
mailto:miss.gunst@gmx.net

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