miss.gunst
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posted on 5.6. 2002 at 11:31 |
Von: miss.gunst@gmx.net
Datum: Mi 5, Juni 2002 10:30
Betreff: o GUNSTkalender : reiseziele & gastspiele o
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
o o o o o o o o gunstkalender o o o o o o o o o
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
eigentlich kommt man derzeit vor lauter GUNST nicht
mehr zum -kalenderschreiben. *grusel*
kaum haben wir uns mithilfe ein paar sonniger tage
- an denen es wohl selbst hartgesottene
GUNSTfreundInnen eher ins gruene denn in musentempel
zog - vom manifestaeroeffnungstrubel erholt,
schon geht es weiter nach kassel zu documenta
preview & eroeffnung
http://www.documenta.de
reicht als kleiner marathon schon fuer die
sportliche woche, sollte man meinen.
wer sich daher wie meine wenigkeit die schleife ueber
koeln geschenkt hat, um sie spaeter nachzuholen
oder nach der dezent um ein paar tage nach hinten
verschobenen eroeffnung den kalender nicht mehr
biegen konnte, sollte sich aber die ausstellung
von matthew barney im museum ludwig
http://www.museum-ludwig.de
auf wiedervorlage setzen. das funktioniert bis
anfang september.
seinerseits mutmasslich auf dem weg zur dXI macht
jens hoffmann (ehem. berlin, now l.a.) in frankurt
beim manifesta-tre[spass?]ing station.
bekannt gemacht hat sich der junge mann als
kurator u.a. dadurch, dass er so nette projekte betreut hat
wie maurizio cattelans idee, die 6th international
caribbean biennial als eher hedonistisches event
fuer einen kleinen freundeskreis zu organisieren,
http://www.btinternet.com/~hillwood/catte.htm
sodass sich die ueblichen verdaechtigen,
(rehberger, eliasson, tiravanija, rist, mori)
mit liegestuehlen und cocktails bewehrt
unter palmen tummeln durften.
GUNSTfreundInnen werden sich erinnern:
eindrucksfolle photos gabs
vor einiger zeit in einem GUNSTkalender via
link zu betrachten und zu beneiden
(waren wirklich schoen, scheinen aber online
nicht mehr verfuegbar zu sein, daher kein
extra-link).
speziell zu jens hoffmann gibts es
neben den offiziellen infos auf der
manifesta-seite
http://www.manifesta.de/projects/artist.html?ID=1428
ansonsten eher einen echten lesetipp
zum thema, und zwar im schweizer kunstmag material
http://www.material.ch/
das der ex-kurator des migros
http://www.migrosmuseum.ch
und mittlerweile de aeppler
http://www.deappel.nl/
rein wolfs waehrend seiner migros-aera
gegruendet hatte.
in der ausgabe nr.2 /1999
(leider nur auf papier zu haben),
die insgesamt als offizielle publikation
zur karibischen biennale fungierte,
ist ein sehr vielsagendes interview
mit cattelan und hoffmann nachzulesen.
also - wenn der letztere
o o heute (mi, 05. 06. 2002) abend o
um 18 uhr bei seinem
manifesta-vortrag
http://www.manifesta.de/news/
im frankensteiner hof so viel zu sagen
hat wie im erwaehnten gespraech,
dann wird das ganze eine eher entspannte
veranstaltung...
a propos manifesta:
nachdem stefan beck auf den frankfurter
thing-seiten
http://www.thing-frankfurt.de
mit einem echten trespass
http://www.thing-net.de/cms/index.php
die ungemein gut funktionierende
manifestakommunikationsschnittstelle andújars
http://www.e-manifesta.org/
locker toppt, hat sich der tttp-worker
seinerseits immerhin mittlerweile bequemt,
den eklen bug zu beseitigen, so dass
das ganze wenigstens technisch einigermassen
laeuft. der sehr viel gravierendere bug,
unter dem die kommunikationsqualitaet als solche
leidet, wird sich wahrscheinlich nicht so
einfach ausraeumen lassen. nun, vielleicht
haette sich der gute herr a. mal nicht allein aufs
installieren von software verlassen und
stattdessen lieber mit den existierenden netzen
und communities on- und offline kommunizieren
sollen?
wesentlich erfolgreicher hat sich da offenbar
sal randolph mit ihrer free manifesta
http://www.freemanifesta.org
nicht nur ueberregional, sondern auch
lokal vernetzt.
ab kommenden montag
o mo, 10. 06. 2002 o
ist sie beispielsweise bei saul judd
bzw. dont miss
http://www.dont-miss.net
mit einem special zu gast
(eroeffnung wie immer ab 19 uhr
und dann do-sa
eschersheimer landstrasse 61-63, ffm
bei den architekten
marcarie, o looney, davikvok, funke and oberleitner
last but not least ein hinweis auf
einen der anders als andere
nicht ins offizielle manifestaprogramm
aufgenommenen selbstorganisierten raeume:
im lola montez, wo derzeit die
staedelgaststudierenden ausstellen,
gibt es am
o sa, 08. 06. 2002 o
noch eine finissagenparty
(staedelshof 6, ffm)
ab 22 uhr
schrieb ich grad froh lastbutnotleast?
halt. da war noch was.
o mo, 10. 06. 2002 o
wird naemlich im museum wiesbaden
http://www.museum-wiesbaden.de
die lang erwartete eva hesse-retrospektive
http://www.eva-hesse.de/
eroeffnet
(friedrich-ebert-allee 2, wi, ab 17.30 uhr
mit - ohjadoch, nehmt kuchen mit -
unserem ministerpraesidenten...)
wer aus letzteren gruenden lieber
daheim bleiben und den kuchen
selber essen will oder eben zu
freemanifesta@dontmiss zu gehen plant,
sollte sich vorher noch in die staedelschule
http://www.staedelschule.de
zum vortrag des filmers (*wow*,
dass wir das hier in der
provinzkulturhauptstadt in spe noch
erleben duerfen)
isaac julien
http://www.tiac.net/users/thaslett/julien/julien_index.html
begeben. um 20 uhr in der aula.
tags drauf am
o di, 11. 06. 2002 o
ist dann gleich wieder derselbe ort
zur gleichen stunde (also staedelschulaula
um 20 uhr) angesagt, wenn naemlich
william kentridge
(zwei von unzaehligen links:
http://www.onepeople.com/kentridge.html
http://www.camh.org/cam_exhandprograms/cam_archive/outbound
/kentridge.htm
)
nach ffm kommt.
und da wir grad dabei sind: wer am
o do 06. 06. 2002 o
noch nicht in kassel weilt, sollte sich
ebenfalls in die staedelschule begeben,
wo um 20 uhr tacita dean als
vortragsgast erwartet wird.
ihre berlinberichte findet man
uebrigens im audiaformat unter
http://www.bbc.co.uk/radio3/speech/workinp/dean.shtml
da ich nun grad noch einmal zu
einer formulierung wie last but not least
ansetzen koennte, gibts zu guter letzt
noch einen lesetipp:
im juniheft des merkur (zum schwerpunkt
aesthetik) findet sich naemlich
ein recht interessanter beitrag des mittlerweile
seit einigen jahren in hamburg lehrenden
und auch nichtkunsthistorikerInnen ggf.
durch seine zeit-artikel bekannten
wolfgang kemp zur strassenglaubwuerdigkeit
(street credibility) von kunst
- auch online zugaenglich !!! - unter
http://www.online-merkur.de/seiten/kemp0001.pdf
was kemp zum thema hiphop meint, okay, darueber
kann man sich streiten. aber recht lesenswert
u.a. auch fuer den lokalen innenstadtaktivistInnenkreis
sind in jedem fall schon mal die sehr treffenden
bemerkungen zum thema klassikbeschallung am
hamburger hauptbahnhof. ob da mit den falschen
argumenten kritik in die richtige richtung ausgeteilt
wird ist wieder eine andere frage.
lesen lohnt jedenfalls. sowieso. und
in diesem fall eben die lektuere dieses artikels.
meint
miss.gunst
mailto:miss.gunst@gmx.net
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