Damits nicht beim kritisieren und lammentieren bleibt, hier ein vorschlag
zur
güte: auf dieser liste findet sich ein einmaliges potential an leuten,
die
soweit ich sehe, bislang kaum in lehrverpflichtungen eingebunden sind.
Die
ein oder andere mag vielleicht mit einer professur irgendwo liebäugeln,
aber
das ist kaum mehr ein spass; an keiner hochschule. Überall herrscht
bürokratismus, geldmangel und lähmung.
Daher der weg, eine eigene hochschule gründen und durch eine
sommerakademie
ins leben rufen und fundieren. Das wär ein ziel für den sommer 2003. Der
gedanke der FIU war damals richtig; nur haben wir jetzt andere inhalte,
und
vor allem eine andere technik. Die neue hochschule könnte vorwiegend
netzbasiert sein (teaching.thing.net), und sich nur ab und zu personell
manifestieren.
Ich denke, es geht vor allem darum ein zeichen zu setzen. Der marsch
durch
die institutionen ist vorbei; parallelinstitutionen gründen. Nicht mehr
andere definieren lassen, was lehrens- und lernenswert ist. Selbst den
doktorhut aufsetzen.
miss.gunst
Moderator
Posts: 28 Registered: 30.7. 2002 Status: Offline
posted on 26.7. 2002 at 03:37
Datum: Fr 26, Juli 2002 2:34
Betreff: Re: [thing-frankfurt] Sommeroffensive 2003 / So erst recht
Polemik pur
> Überall herrscht
> bürokratismus, geldmangel und lähmung.
> Daher der weg, eine eigene hochschule gründen und durch eine
sommerakademie
> ins leben rufen und fundieren.
und dann noch mehr arbeiten fuer noch weniger geld? *au ja*
> Ich denke, es geht vor allem darum ein zeichen zu setzen. Der marsch
durch
> die institutionen ist vorbei; parallelinstitutionen gründen. Nicht
mehr
> andere definieren lassen, was lehrens- und lernenswert ist. Selbst
den
> doktorhut aufsetzen.
lieber stefan, diese initiativen gab es auch nach der FIU immer wieder.
was sich an ihnen besonders gut beobachten laesst, ist die maehliche
reproduktion ebender strukturen, die an den althergebrachten
institutionen kritisiert wurden.
wie du schon schreibst:
>... Selbst den
> doktorhut aufsetzen.
aus ironie wird da schnell ernst. unter anderem aufgrund des
beduerfnisses, kulturelles kapital zu akkumulieren und der schnoeden
notwendigkeit fuer den lebensunterhalt zu sorgen.
was die idee an sich natuerlich nicht schlechter macht.
zudem kann man - liegt nicht nur an der post-pisa-bildungsnotstandspanik
- mit solchen konzepten bzw alternativen lehrmodellen momentan ganz gut
landen bei geldgebern; nicht umsonst boomt das in juengster zeit grad
kunstumfeld.
kommt allerdings darauf an, was man damit will und wohin man damit will.
im rahmen des bestriebssystems geraet so eine 'parallelinstitution'
jedenfalls schnell zur accrochage. schau dir zum beispiel die kokerei an
- letztes jahr haben f&m noch, ja: eben auch einer 'neuen fiu'
geredet.
und dieses jahr verschicken sie teuer gedruckte edelflyer fuer
rapworkshops mit mittagspause am koenigstigergehege...
*mg
Engelbert
Junior Member
Posts: 2 Registered: 25.10. 2006 Status: Offline
posted on 31.10. 2006 at 00:43
quote:
Es scheint gerade so, als ob einige vom Städel diese Idee nun
aufgegriffen und in einer wohl nicht so glücklichen Variante realisiert
haben...
[Edited on 31/10/2006 by Engelbert]
stbeck
Administrator
Posts: 40 Registered: 8.8. 2002 Status: Offline
posted on 31.10. 2006 at 22:00
Was genau haben die vom Städel getan?
In welcher Variante?
Engelbert
Junior Member
Posts: 2 Registered: 25.10. 2006 Status: Offline
posted on 21.11. 2006 at 22:57
quote:Was genau haben die vom
Städel getan?
In welcher Variante?
Ich habe gehört, dass in Verbindung mit der Architekturklasse ein gewisses
Lehrangebot quasi als Hochschule im Netz eingerichtet werden soll, das es
einigen wenigen ermöglichen soll, in einem exklusiven Netzwerk zu
"studieren". Klang nicht gerade verheißungsvoll, sondern eher
gegenteilig... Genaueres kann man bestimmt im Städel erfahren.