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Diakoniekirche - Winter / Hörbelt
27. May 2010
LINSE
Winter/Hörbelt
mit Orgelperformance und Xaviera's Bar
Als Linse bezeichnet man ein optisch wirksames Bauelement mit zwei lichtbrechenden Flächen, von denen mindestens eine Fläche konvex oder konkav gewölbt ist. Die wichtigste Eigenschaft einer Linse ist die optische Abbildung. Mit ihrer künstlerischen Intervention LINSE bringen Winter und Hörbelt in diesem Sommer den Hintergrund der Physik in den Kirchenraum. Der Begriff des Raumes fand erst in der Renaissance Eingang in die Physik. Platon und Aristoteles hatten lediglich nach dem Wesen des Ortes gefragt. Wenn man über einen Ort weiß, dass sich etwas an ihm befindet oder dass er etwas enthält, dann stellt sich die Frage nach der Natur der Entität, das heißt nach dem Dasein im Unterschied zum Wesen eines Dinges. Die Entität kann verschiedene Dinge enthalten, ohne sich selbst zu ändern. Und als zweite Frage drängt sich auf, ob es einen leeren Ort geben kann. Beide Fragen lassen sich übrigens in der Frage zusammenfassen, ob der Raum absolut oder relativ ist, das heißt, ob er unabhängig von seinem Inhalt existiert, oder ob er lediglich die Vorstellung ist, die wir uns von den Grenzen der darin enthaltenden Gegenstände machen - in der Frage also, ob er reine Ausdehnung ist.
Ort
Weserstr. 5, Diakoniezentrum, 60329 Frankfurt
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