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Portikus | Chu Yun
15. October 2009
In seinen Arbeiten geht der chinesische Künstler Chu Yun vorwiegend installativ vor und bezieht sich unmittelbar auf seine Erfahrungswelt. Oftmals ist dabei der Produktionsprozess selbst als Teil des Kunstwerks mit zu betrachten. Während sich vielleicht die jüngsten Arbeiten mehr und mehr strukturell gesellschaftlichen Beobachtungen widmen, beziehen sich frühere Arbeiten wiederkehrend auf sehr persönliche und alltägliche Referenzen. Sie tasten in diesem Spannungsfeld die Grenzen der künstlerischen Produktion und der Dynamik des Rezeptionsprozesses ab. Chu Yuns künstlerische Sprache ist sehr klar, dabei gelingt es ihm aber auf poetische Weise das Verborgene zu offenbaren und damit den Blick auf das Reale freizugeben.
In einem Gespräch mit dem Kurator Hu Fang hat Chu Yun die Beschäftigung mit dem Alltäglichen folgendermaßen beschrieben: In der Tat sind die Dinge die uns verändern weniger die, denen wir uns ganz offen bewusst sind, oder an die wir uns gar erinnern können. Ich denke, wir neigen eher dazu unbewusst geleitet zu werden, von Dingen, die wir nicht eben so wahrnehmen. Und, dass uns diese Dinge noch viel schneller und drastischer verändern.
Ort
Alte Brücke 2, Maininsel, 60311 Frankfurt
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