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medienmittwoch :: Kulturfinanzierung Rhein-Main

09. May 2007

Kulturfinanzierung Rhein-Main - Kompromiss auf tönernen Füßen?

Jahrelang haben die Kommunen im Rhein-Main-Gebiet um die Verteilung
der Gelder für die Kultureinrichtungen gestritten. Doch in der
Ablehnung des vom Ministerpräsidenten Koch angedrohten
Kulturpflichtverbandes war man sich selten so einig. Eine
Mediatorengruppe hat Ende 2006 einen gangbaren Weg gefunden. Damit
scheint der angedrohte Kultur-Zwangsverband vom Tisch zu sein.
Jedoch konnte die Kulturmediation nur kleine Brötchen backen. Die
Diskussion in den Städten und Gemeinden dürfte jetzt erst richtig
beginnen.

Als Teilnehmer im Podium nehmen teil:

Prof. Dr. Felix Semmelroth
Kulturdezernent der Stadt Frankfurt a.M.

Prof. Dr. Manfred Pohl
Vorsitzender des Vorstands des Frankfurter Kultur Komitee e.V

Prof. Dr. Peter Wesner
Vorstand KPMG

Horst Schneider
Oberbürgermeister von Offenbach




Fest steht, dass die Kulturförderung in der Region nach einem „Zwei-Schienen-Modell“ erfolgen soll:
Von 2008 an werden Städte und Kreise im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main 2,50 Euro je Einwohner für regionale Kulturprojekte zur Verfügung stellen. Das Land wird diese Summe durch Mittel aus dem Landeshaushalt und dem Kommunalen Finanzausgleich verdoppeln. Von 2011 an soll der Betrag dann auf fünf Euro pro Kopf erhöht werden.
Der kommunale Beitrag von 2,50 Euro wird aufgeschlüsselt. 50 Cent je Einwohner fließen in die vor einem Jahr gegründete gemeinnützige Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH, die sich um die Vernetzung bestehender Einrichtungen und regionale Projekte bemüht. Der Betrag von zwei Euro fließt zusammen mit den 2,50 Euro des Landes in einen neu zu gründenden Kulturfonds, aus dem ausschließlich kulturelle Großereignisse, die eine internationale Ausstrahlung über das Rhein-Main-Gebiet hinaus haben sollen, finanziert werden.
Dass der Kompromiss auf tönernen Füßen steht, zeigt sich an den bisherigen Reaktionen. Nicht nur der künftige Teilnehmerkreis ist ungewiss. Kulturfonds und Kulturgesellschaft stoßen nicht überall auf Gegenliebe.
Befürchten Kritiker der Kulturzusammenarbeit wie zum Beispiel der Bürgermeister aus Offenbach nach wie vor eine finanzielle Überforderung ihrer Kommune? Kann die Stadt Frankfurt – um deren Entlastung es zu Beginn der Debatte um die Kulturfinanzierung ging – zufrieden sein? Bringt das erarbeitete Modell die Metropolregion voran? Welche Rolle spielt das Engagement der Wirtschaft? Führt das Zwei-Schienen-Modell in einen Bahnhof oder wohin geht die Reise? Diese und andere Fragen sollen im Podium diskutiert werden.
Neben der Erörterung der aktuellen Finanzierungsdebatte wird auf dieser Medienmittwoch Veranstaltung, auch der vom Frankfurter Kultur Komitee e.V. ausgeschriebene Studentenwettwettbewerb „Quo vadis Kultur Rhein-Main?“ vorgestellt. In diesem Wettbewerb äußern sich Studenten als die Gestalter und Entscheider von Morgen zu der Kultur der Zukunft im Rhein-Main-Gebiet.

Ort

Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt

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