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rasistische Abschiebung verhindern
21. July 2006
Hallo Ihr alle,
wir wissen jetzt definitiv, dass Serif heute Abend erneut abgeschoben
werden soll.
Sie wollen ihn über Budapest nach Istanbul abschieben.
Der Flug geht 20:20 Uhr ab Frankfurt, die Airline heißt Malev, das ist
die ungarische Airline. Flugnummer MA523, Schalter im Terminal 2!!!!
Wir wollen uns um 18:30 Uhr dort im Terminal 2 treffen und wieder
versuchen die Fluggäste zu überzeugen, aufzustehen und die Abschiebung
zu verhindern.
Im Vorfeld wäre es sinnvoll, die Airline anzurufen und gegen die
Abschiebung zu protestieren. Freundlich und bestimmt bleiben, keine
wüsten Drohungen, die helfen uns im Augenblick nicht weiter. Die
Telefonnummer des Frankfurter Malev-Büros ist: 069/2385800.
Wir haben vom Bündnis für Bleiberecht bereits einen Brief an die Airline
gefaxt. Den findet Ihr am Ende dieser Mail. Es wäre klasse, wenn Ihr
ähnliche Faxe an die folgenden Nummern der Airline schicken könntet.
00361-235-3436
00361-235-3244
Protestmails mit gleichem Inhalt bitte an folgende E-Mail-Adresse:
frankfurt@malev.hu
Vorhin wurde bereits der unten stehende Text verschickt! Eure Faxe
können ruhig auch wesentlich kürzer sein.
Bis dann, Bündnis für Bleiberecht Hanau
p.s.: weitere Hintergrundinfos unter www.freiheit-fuer-serif.tk
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Initiative "Serif Akbulut muss bleiben!"
An die Geschäftsführung
der MALEV Hungarian Airlines
Bitte weiterleiten an zuständige Stellen!
Abschiebung von Serif Akbulut mit Flug MA 523 / MA 204 Frankfurt >
Budapest > Istanbul
Sehr geehrte Damen u. Herren,
nach unseren Informationen wird Ihre Gesellschaft heute Abend 20.20 Uhr
einen unfreiwilligen Passagier mit dem Flug MA 523 von Frankfurt nach
Budapest, von dort weiter mit MA 204 nach Istanbul transportieren.
Der Passagier Serif Akbulut ist türkischer Staatsbürger kurdischer
Volkszugehörigkeit; er wird keineswegs freiwillig fliegen und soll
deshalb nach Auskunft der deutschen Behörden zwangsweise mit
Polizeibegleitung, evt. gefesselt, in sein Herkunftsland geschickt werden.
Wir möchten Sie auffordern, diesen Passagier nicht zu transportieren!
In der Türkei hat Herr Akbulut als Kurde keine Zukunftsperspektive,
zudem würde er mit großer Wahrscheinlichkeit sofort zum Militärdienst
eingezogen. In Deutschland bleiben seine kranken Eltern zurück, die
dringend seiner Betreuung bedürfen! Eine Abschiebung von Herrn Akbulut
halten wir für eine gravierende Menschenrechtsverletzung.
Wir haben in den letzten 2 Wochen eine intensive öffentliche Kampagne
für ein Bleiberecht der Familie Akbulut und gegen die Abschiebung des
Herrn Serif Akbulut geführt, die u.a. auf den folgenden Webseiten:
http://www.freiheit-fuer-serif.tk/
http://germany.indymedia.org/2006/07/151849.shtml
http://germany.indymedia.org/2006/07/151962.shtml
http://archiv.jugendnetz-wetzlar.de/jnwdown/130706/frankfurt/webfilme/videos.htm
und vielen weiteren Seiten. Vom Umfang der Kampagne können Sie sich
überzeugen, indem Sie einmal bei Google die Worte "Serif Akbulut" eingeben.
Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass andere Fluggesellschaften
wie z.B. die Deutsche Lufthansa mittlerweile darauf verzichten, bei mit
Polizeigewalt duchgeführten Abschiebungen mitzuwirken.
Und mehrere Pilotenorganisationen wie z.B. die deutsche "Cockpit" haben
ihren Mitgliedern empfohlen, bei gewaltsamen Abschiebungen nicht mehr
mitzutun.
Um das zu erreichen, hatte das Netzwerk "kein mensch ist illegal" im
Jahr 2000 die Initiative "deportation class stop!" mit dem oeben
erwähnten Erfolg durchgeführt.
Siehe auch: http://www.deportation-class.com/lh/
Um zu verhindern, dass Ihre Gesellschaft Ziel einer solchen Kampagne
wird, bitten wir davon Abstand zu nehmen, die heute Abend geplante
Abschiebung mit Ihrer Hilfe durchführen zu lassen!
Wir danken für Ihr Verständnis!
Mit freundlichen Grüßen
Jan Hoffmann
Ort
frankfurt flughafen terminal 2
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