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Kunstverein - Wilhelm Sasnal
20. June 2006
Ist das Leben nicht schön?
Gruppenausstellung in 4 Kapiteln
Kapitel 2: Wilhelm Sasnal
21. Juni 3. September 2006
Eröffnung: Dienstag, 20. Juni, 19 Uhr
Pressekonferenz: Dienstag, 20. Juni, 11 Uhr
In Kooperation mit dem Van Abbemuseum in Eindhoven zeigt der Frankfurter Kunstverein ab Juni die erste umfangsreiche Werkschau des polnischen Künstlers Wilhelm Sasnal.
Obwohl die Werke Sasnals heute im Besitz zahlreicher internationaler Sammlungen, wie z.B. der Saatchi Collection und dem Centre Pompidou in Paris vertreten sind und durch Einzel- und Gruppenausstellungen international präsent waren, hatte man bisher selten die Gelegenheit einen umfassenden Einblick in sein Werk zu bekommen. Neben ca. 50 Gemälden davon ca. 25 neue Arbeiten werden im Frankfurter Kunstverein zum ersten Mal auch vier seiner im letzten Jahr entstandenen 16mm Filme gezeigt.
Wilhelm Sasnal gehört zu einer Generation polnischen Künstlern, die die jüngsten gesellschaftlichen Entwicklungen im kulturellen Kontext Polens reflektieren und dabei sowohl mit ihrer eigenen Geschichte, dem polnischen Kontext sowie einem ganz persönlichen Vokabular argumentieren. Das Medium Malerei spielt in den Arbeiten Sasnals eine wesentliche Rolle er nutzt es mit all seinen klassischen Genre-Bezügen und zeigt gleichzeitig dessen Möglichkeiten und Grenzen als politisches Lexikon auf. Mithilfe der Malerei, dem darstellenden Medium par Excellence, interpretiert er die kulturelle und politische Transformation Polens seit den sechziger Jahren unter Verwendung u. a. popkultureller Referenzen wie Buch- und Plattencover sowie Bildern aus der Presse und Werbung. Dem Ansatz Sasnals liegt dabei die Untersuchung des kollektiven Gedächnisses seiner eigenen Generation einer Gesellschaft, die in ihrer Vergangenheit gefangen ist und dabei trotzdem in die Zukunft blickt zugrunde.
Ort
Frankfurter Kunstverein, Markt 44, FFm-City
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