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wildwechsel :: Benjamin Patterson

27. May 2005

Benjamin Patterson

Performance und Vernissage 27. Mai 05 19 Uhr
Ausstellung: 28. Mai - 17. Juni 05

Öffnungszeiten: Mi. Do. Fr. 16.00 - 19.00 Uhr u.n.V.

Performance und Ausstellung: "Professional Philosophers observing us."

In the end, professional philosophers should earn their living by helping us
to live better. Usually, this implies "constructive criticism" in one form
or another.
This exhibition suggests some "constructive criticism" which ancient and/or
recent philosophers might have suggested to help us live our current lives
better.

Meiner Meinung nach basieren alle "ernsten Fragen des Lebens" ( ebenso wie
die Politik) auf der Kunst. Die Kunst etabliert ein kulturelles Fundament,
auf dem alles andere aufgebaut ist. Natürlich kann man dieses Problem von
vielen Richtungen her angehen - dogmatisch, didaktisch, minimalistisch etc.
Doch ich persönlich bevorzuge es, bei der Schaffung von Kunst ( und somit
auch von Kultur) Humor anzuwenden, da man dadurch subversive Ideen
vermitteln kann, ohne großes Misstrauen oder Widerstand hervorzurufen.
Als Schwarzer wuchs ich in einem Amerika der legalen Rassentrennung auf, in
dem nur wenige Protestformen möglich waren, und wir Schwarze benutzten den
satirischen Humor als Form des Protestes. Das beste Beispiel dafür ist eine
meiner Arbeiten mit dem Titel "Educating With Folks". In diesem Stück
zitiere ich einen bei den Schwarzen bekannten Witz, der folgendermaßen geht:
" Die Mittel für die schwarze Schule wurden für die weiße Schule verwendet.
Der Schulreferent erzählt dies dem schwarzen Rektor, der dagegen natürlich
nicht offen protestieren kann. Also sagt er: ´Was wir wirklich am
dringendsten brauchen, sind gebildete Weiße.´" Ich komme aus dieser
Tradition.

> Ben Patterson, Ich bin froh, das Sie mir diese Frage gestellt haben<


Die Ausstellung zeigt Kollagen großer Philosophen mit Zitaten die sie nie
gesagt hatten, aber sicher noch gesagt hätten, wenn sie länger gelebt
hätten.










Benjamin Patterson, geboren 1934 in Pittsburgh, hat 1956 an der University
of Michigan sein Studium mit dem Bachelor of Music abgeschlossen. Nach einer
kurzen Karriere als Kontrabassist in Verschiedenen Symphonieorchestern in
Kanada zog er 1960 nach Köln um. Es entstanden Stücke wie Paper Piece,
Lemons und Variations for Double-Bass, die zu den klassischen Fluxus-Stücken
zählen. Ende 1961 ging Patterson nach Paris, wo er zusammen mit Robert
Filliou sein puzzle poems ausstellte und 1962 Methods and Processes
publizierte. Zusammen mit George Maciunas und Emmett Williams war er an der
Vorbereitung der Konzertreihe Fluxus. Internationale Festspiele Neuester
Musik 1962 in Wiesbaden beteiligt.
1963 siedelte er nach New York über, wo er bis in die späten sechziger Jahre
an den Veranstaltungen von Fluxus teilnahm. Dann zog er sich zurück, um ein
ganz gewöhnliches Leben als Organisator von Musik-, Theater- und
Tanzveranstaltungen zu führen. Nachdem Benjamin Patterson in den siebziger
und achziger Jahren nur an einigen wenigen Konzerten und Performance
Festivals teilgenommen hatte, nahm er 1988 mit einer Ausstellung in der
Emily Gallery in New York seine künstlerische Arbeit wieder auf. Seitdem ist
er an vielen Fluxus-Ausstellungen und Performance Festivals beteiligt; er
lebt und arbeitet in Wiesbaden.

Ort

Galerie Wildwechsel, Rotlintstrasse 98, 60389 Frankfurt

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