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Sommeroffensive 2003 - Idee einer Netzhochschule

26. July 2002 - 19:04

Damits nicht beim kritisieren und lammentieren bleibt, hier ein vorschlag zur güte: auf dieser liste findet sich ein einmaliges potential an leuten, die soweit ich sehe, bislang kaum in lehrverpflichtungen eingebunden sind. Die ein oder andere mag vielleicht mit einer professur irgendwo liebäugeln, aber das ist kaum mehr ein spass; an keiner hochschule.

Überall herrscht bürokratismus, geldmangel und lähmung.
Daher der weg, eine eigene hochschule gründen und durch eine sommerakademie ins leben rufen und fundieren. Das wär ein ziel für den sommer 2003. Der gedanke der FIU war damals richtig; nur haben wir jetzt andere inhalte, und vor allem eine andere technik. Die neue hochschule könnte vorwiegend netzbasiert sein (teaching.thing.net), und sich nur ab und zu personell manifestieren.
Ich denke, es geht vor allem darum ein zeichen zu setzen. Der marsch durch die institutionen ist vorbei; parallelinstitutionen gründen. Nicht mehr
andere definieren lassen, was lehrens- und lernenswert ist. Selbst den doktorhut aufsetzen.

Hiermit rufe ich dazu auf sich als lehrende an der netzhochschule zu bewerben, vorschläge für lehrangebote einzureichen und auf personen hinzuweisen, die an diesem projekt mitwirken könnten.

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3 Kommentare

Re: Sommeroffensive 2003 / So erst recht Polemik pur

26. July 2002 - 19:08

Von: miss.gunst@gmx.net
Datum: Fr 26, Juli 2002 2:34

> Überall herrscht
> bürokratismus, geldmangel und lähmung.
> Daher der weg, eine eigene hochschule gründen und durch eine sommerakademie
> ins leben rufen und fundieren.

und dann noch mehr arbeiten fuer noch weniger geld? *au ja*

> Ich denke, es geht vor allem darum ein zeichen zu setzen. Der marsch durch
> die institutionen ist vorbei; parallelinstitutionen gründen. Nicht mehr
> andere definieren lassen, was lehrens- und lernenswert ist. Selbst den
> doktorhut aufsetzen.

lieber stefan, diese initiativen gab es auch nach der FIU immer wieder.
was sich an ihnen besonders gut beobachten laesst, ist die maehliche
reproduktion ebender strukturen, die an den althergebrachten
institutionen kritisiert wurden.
wie du schon schreibst:

>... Selbst den
> doktorhut aufsetzen.

aus ironie wird da schnell ernst. unter anderem aufgrund des
beduerfnisses, kulturelles kapital zu akkumulieren und der schnoeden
notwendigkeit fuer den lebensunterhalt zu sorgen.
was die idee an sich natuerlich nicht schlechter macht.
zudem kann man - liegt nicht nur an der post-pisa-bildungsnotstandspanik
- mit solchen konzepten bzw alternativen lehrmodellen momentan ganz gut
landen bei geldgebern; nicht umsonst boomt das in juengster zeit grad
kunstumfeld.
kommt allerdings darauf an, was man damit will und wohin man damit will.
im rahmen des bestriebssystems geraet so eine 'parallelinstitution'
jedenfalls schnell zur accrochage. schau dir zum beispiel die kokerei an
- letztes jahr haben f&m noch, ja: eben auch einer 'neuen fiu' geredet.
und dieses jahr verschicken sie teuer gedruckte edelflyer fuer
rapworkshops mit mittagspause am koenigstigergehege...

*mg

Re: Sommeroffensive 2003 - Idee einer Netzhochschule

26. July 2002 - 19:12

Von: Stefan Beck <stxxxx@thing-frankfurt.de>
Datum: Fr 26, Juli 2002 18:51
Betreff: Re: [thing-frankfurt] Sommeroffensive 2003 / So erst recht Polemik pur

Liebe Verena,
ist in der tat nicht von der hand zu weisen, dass die gefahr besteht die
strukturen zu replizieren, die man vorderhand kritisiert. Ich war ja mal auf
der freien kunstschule in hamburg, die von grossartigen ideen auf eine
schnöde malschule herabgekommen ist.

Aber welches modell hättest du denn vorzuschlagen?

Gut dass du die PISA studie erwähnst; ich habe in der tat daran gedacht
dieses stimmungstief auszunutzen. Wie sieht denn der ist-zustand aus? Gerne
mache ich immer so weiter bis Stefan Beck ein markenartikel geworden ist,
der sich irgendwo seine professur "verdient" hat. Aber muss das wirklich
sein?
Mir geht es vor allem darum eine idee vorzustellen, netzhochschule. Und es
wär auch nicht weiter schlimm wenn die professorenInnen nur virtuell wären.

Ehrlich, ich finds eine katastrophe, dass ein rehberger auch noch an seiner
eigenen schule professor wird. Und deshalb müsste man ein alternatives
modell vorschlagen: ihr macht es so, aber wir finden, es sollte so gehen.

Die frage nach dem geld ist zwar dringlich; aber es gäb auch kein Thing,
wenn es nicht hunderte von leuten gäbe, die mal hin und wieder eine freie
minute hätten; das ist doch der erfolg der netzökonomie. Die netzhochschule
könnte doch auch so funktionieren.

Und wohin man will? Was willst denn du mit deiner frauenforschung? Du willst
doch, dass mindestens die hälfte der professoren frauen sind. In der
netzhochschule könntest du die "berufen", und es wäre dann für jedermann
sichtbar, was das für kapazitäten sind. Und das hat nix mit edelflyern zu
tun.

Stefan

Re: Re: Sommeroffensive 2003 - Idee einer Netzhochschule

florian.geiger - 04. October 2002 - 16:48

ja


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