Hafenaufstand in Offenbach

 Posted by: stbeck on Thursday, July 29, 2004 - 17:54

Seit anfang des jahres gibt es in Offenbach einen neuen ort, hafen2, der auf angenehme weise kunst und clubkultur bereichert.
Viele wissen jedoch nicht, daß seine existenz das ergebnis eines städtebaulichen, werbe/wirtschaftlichen kalküls ist.

Der anlass zur folgenden ausführung bot eine veranstaltungsankündigung von hafen2 auf der tresurbain mailingliste vom 27.7. 04:

hafenaufstand
die bisherigen hafenaufstände waren niedergeschlagen worden.
wir versuchen es anders.
eingang am treppenhaus.
das café ist zu.
theke und musik in einem raum.
wir verbessern nach und nach die akustik.
das gelingt so schnell wie es ohne kapital möglich ist.
das licht ist noch nicht so inspiriert.
uns fehlen noch die ideen.

but we have the music.
am samstag: polyester und alexander
house-schallplatten aus nordamerika.

nächsten monat:
theo parrish

helft mit, spread the word,
macht aus dem raum einen klub.
tanzen macht dein leben besser.


Ist das ein Gedicht?
Auf jeden fall ein text, der mit semiotischen mittel untersucht werden kann:
Mich lehrt die semiotik bei jedem zeichen auch den ihm entgegengesetzten signifikanten aufzusuchen.

Im falle von "aufstand" fällt mir dazu "frieden", "ruhe", "idyll", vielleicht auch "beharrung", "bestand" oder "status quo" ein. Zusammen mit "hafen" ergeben sich konnotationen von friedlichen fischern oder anglern, urlaub, sonne, unbeschwertheit.

Dem entgegen bemerke ich, dass hafen2 bis jetzt noch nicht in seinem eigentlichen kontext diskutiert wurde, nämlich den umbau des offenbacher hafens in ein wohn- und arbeitsgebiet.

Auf der homepage der Stadtwerke Offenbach Holding ist dazu folgendes zu lesen:

"Die Lage des Hafen Offenbachs stellt einen hohen Anspruch an die zukünftige Nutzung des Gebietes. Es soll zu einem der attraktivsten Gebiete in der Rhein-Main-Region entwickelt werden.

Ziel ist ein neues Stadtviertel, das sich bewusst für eine Urbanität entscheidet, die Wohnen, Arbeiten und Entspannen am Fluss miteinander verbindet. Damit folgt die Konzeption dem Erfolgsmodell historischer, kleinteiliger Städte und ist zugleich ein wichtiges Zukunftsmodell für internationale Stadtplanung und Stadtentwicklung.

Eine moderne Dienstleistungsgesellschaft ermöglicht die Rückkehr zu einer Mischung aus Arbeit, Wohnen und Freizeit, die unmittelbar ineinander übergehen."

(www.offenbach.de/Stadtwerke_Offenbach_Holding/Gesellschaften/Mainviertel_-_Projekt_Hafen_Offenbach/Wir_ueber_uns/)

Auf der gleichen seite werden unter "zwischennutzung" hafen2 und der kingkamehameha beach club erwähnt.

Nun lässt sich bei der derzeitigen wirtschaftslage an einer hand abzählen, dass trotz der auf anderen seiten gepriesenen "attraktivität" des standortes, die investoren, nicht gleich scharenweise einfallen werden. In Frankfurt hat sich jüngst der letzte von dem Urban Entertainment Center auf dem ehemaligen güterbahnhofsgelände verabschiedet. Es liegt nach wie vor brach und sieht einer unbestimmten zukunft entgegen.

Die strategie in Offenbach scheint klar: man siedele zeitweilig einige unternehmungen der (sub)kultur an, die mithelfen, dem gelände, dessen ursprüngliche bedeutung nutzlos geworden ist, in der öffentlichkeit einen neuen stellenwert zu geben: "da ist was los", "da geht man jetzt hin..."

Nicht um die arbeit von hafen2 geht es mir, sondern darum, ob ich nicht als sein besucher indirekt ein projekt fördere, an dem ich weder anteil noch mitspracherecht habe.

Hier bietet sich ein interessantes untersuchungsfeld an: wie geht ein unternehmen der sub-kultur mit so einem spannungsfeld um?

Denn es ist abzusehen, dass diesem "beispiel" weitere folgen werden. Investoren gehen mit der zeit, die mehr ertrag bei weniger einsatz fordert. Warum also eine teure werbeagentur bezahlen, wenn mit vergleichweise weniger geld, ein paar "arme" künstler und clubbetreiber für aufmerksamkeit und aufwertung des projektes sorgen können?

War gentrification mal ein beiläufiger nebeneffekt wird sie jetzt zur strategie.

Trotz einens immensen leerstandes an büroflächen sind die eigentümer nicht gewillt, "einfach so" auf zeit flächen an künstler abzugeben. Vielmehr scheint der neue deal der zu sein, raum gegen image. Wir geben dir das ding mietfrei, - wir haben dafür den mehrwert an öffentlicher aufmerksamkeit.

Wenn sub-kultur (und das schon lange) zu einem profitablen zweig der imageaufwertung beiträgt, so stehen die betreiber solcher off-projekte vor der gewissensentscheidung ehrliches engagement an firmen verkaufen zu müssen, wenn sie eine chance auf verwirklichung ihres projektes haben wollen.
Soweit ich weiss, zeigte sich aber die Stadt Offenbach dahingehend grosszügig, als sie rennovierung und ausbau des ehemaligen lokschuppens unterstützte.


"tanzen macht dein leben besser" heisst es weiter unten in der mail. Wer ist dieses possessive "dein"? Bin das wirklich "ich", stb, oder ist es nicht eher die Stadtwerke Offenbach Holding?

Tanz den Investor.
Tanz den Spekulanten.
Tanz den .....?

Info: www.hafen2.net

 

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Hafenaufstand in Offenbach | 15 Comments

Comments 15

kommentar 1 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 05:57

Von: onomastik@braan.org
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 28.07.2004 15:38
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand



und, äh, was ist daran schlimm?



Re: kommentar 1 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 05:57

Von: Stefan Beck
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 28.07.2004 16:14
Betreff: AW: [tresurbain] hafen aufstand


Mir gehts darum, erkunden in welchem kontext eine veranstaltung
stattfindet, die, wenn auch ironisch, mit einem vokabular des
revolutionären ("aufstand") arbeitet.
Gehe ich zu hafen2 unterstütze ich indirekt ein projekt, an dem mir nichts
liegt.

Des weiteren geht es mir um die einbettung kultureller praktiken in
gesamtgesllschaftliche zusammenhänge.

Aber schlimm ist da erstmal gar nichts.
>
>
>
> und, äh, was ist daran schlimm?



Re: kommentar 1 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 05:58

Von: readymadegod
An: text-multitrudi.de
Datum: 28.07.2004 17:45
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand

Am 28.07.2004 um 16:14 schrieb Stefan Beck:

>
>
> Mir gehts darum, erkunden in welchem kontext eine veranstaltung
> stattfindet, die, wenn auch ironisch, mit einem vokabular des
> revolutionären ("aufstand") arbeitet.
> Gehe ich zu hafen2 unterstütze ich indirekt ein projekt, an dem mir
> nichts
> liegt.
>



kann die argumentation nicht nachvollziehen. wer zwingt dich denn, da
hinzugehen? und andererseits: inwiefern fühlst du dich als
konzeptkünstler im fernen frankfurt gestört, wenn völlig unwichtige
investoren arme subkultuaktivisten (oder sinds auch nur temporär
arbeitslose architektInnen?) habituell ausbeuten, weil sie jahre später
das brachliegende gelände zu einem westhafenpier in vorstadt
aufplustern wollen? abgesehen davon, dass das projekt jetzt schon kein
geld mehr hat und sich voraussichtlich am status quo erstmal nix ändern
wird. -> wer hat nun wen ausgebeutet?



kommentar 2 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:00

Von: 8) yapacc
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 28.07.2004 17:34
Betreff: Re: [tresurbain] hafen aufstand
meidet partys im dunstfeld underground, dies macht die stadt für investoren attraktiver!!

wie schrecklich, da krieg ich aber angst ...

dein schweigen macht unser leben auch besser,

und ein pferdefuss lauert auch unter deinem arsch ...




kommentar 3 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:01

Von: Karl Heinz
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 28.07.2004 18:59
Betreff: Re: [tresurbain] hafen aufstand
Schlimmste ist:
Die alte Hafenbahn mit stählernen aufmunternden opfervollen und umwerfenden
Akustik-specials (ich meine specials, nicht diese überall zu hörende
Einheitspampe) gibts da nicht mehr!

Keep the heads ringing.

Das lehrt dies mich.



Re: kommentar 1 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:02

Von: Stefan Beck
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 28.07.2004 22:48
Betreff: AW: [tresurbain] hafen aufstand


> wer zwingt dich denn, da
> hinzugehen?

Das ist ein argument, mit dem du mich beleidigst. Ich geh nicht irgendwo
hin, weils mir spass macht, sondern aus professionellem interesse.

Hier gehts um die rahmenbedingungen, unter denen sub-kulturelle projekte
arbeiten. Offenbach mag jetzt nicht gerade vor meiner haustüre sein, aber
wharscheinlich wars nur ein wenig glueck, das aus dem urban entertainment
center nichts wurde, dann hätt ichs gleich gegenüber gehabt.




Re: kommentar 1 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:03

Von: mongo flattner
An: Stefan Beck
Datum: 29.07.2004 00:34
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand

Am 28.07.2004 um 22:48 schrieb Stefan Beck:

>
>
>> wer zwingt dich denn, da
>> hinzugehen?
>
> Das ist ein argument, mit dem du mich beleidigst. Ich geh nicht
> irgendwo
> hin, weils mir spass macht, sondern aus professionellem interesse.

in der durchführung deiner argumentation stelltest du dich als subjekt
mit dem besucher im sinne eines amateurs, der in den hafen geht, weil
er es im sinne seines begehrens nach kurzweil ganz praktisch findet,
dass dieser jetzt so da ist, wie er ist, eben gleich. auch habe ich
eine einfache frage gestellt, die sich ein zufälliger leser deiner
beweisführung hätte stellen mögen, der die korrespondenz nicht
verfolgt, um den diskurs aus professionellem antrieb analytisch zu
betrachten, sondern weil er wissen will, wann der hafen z.b. auf hat
und wie es dort anderen, wie jetzt dir, dort gefallen hat, um sich in
seiner entscheidungsfindung, den hafen selbst einmal zu besuchen, um
sich ein eigenes bild vom ort des geschehens zu machen und sich dann
vielleicht sogar mit den hintergründen um die lokalität
auseinanderzusetzen, positiv - oder auch negativ - beeinflussen zu
lassen, in seiner freiwilligen unterwerfung einer solchen textuellen
beeinflussung als effiziente methode zur initiation einer zukünftigen,
möglichen urteilsfindung auf subjektiver ebene.


> Hier gehts um die rahmenbedingungen, unter denen sub-kulturelle
> projekte
> arbeiten. Offenbach mag jetzt nicht gerade vor meiner haustüre sein,
> aber
> wharscheinlich wars nur ein wenig glueck, das aus dem urban
> entertainment
> center nichts wurde, dann hätt ichs gleich gegenüber gehabt.

mir war bislang nicht bekannt, dass rahmenbedingungen, unter denen
subkulturelles ausagieren von privater jouissance statt finden kann,
einer moralischen korrektheitet genügen muss, unabhängig dessen, wer
diese wie definieren mag.

um zur zerstreuenden praxis zurückzukehren: kürzlich habe ich den ort
zum ersten mal besucht, um einem konzert mehr oder weniger
elektronischer musik beizuwohnen, und obwohl mir die hintergründe um
den ort und die umgebung als ganzes zum zeitpunkt des aktes der
teilnahme unbewusst nicht unbekannt waren, so hat dieses wissen meinen
genuss nicht geschmälert. auch freute ich mich über die freundliche
bedienung und die für hiesige verhältnisse moderaten getränkepreise.
aber vielleicht sehe ich die sache auch zu einfach.



kommentar 4 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:03

Von: 8) yapacc
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 29.07.2004 00:46
Betreff: [tresurbain] unikat wertvoll
der thread hafenaufstand als beweisführung interlektuell unterforderter intelligenz.

leider, so scheints, mehr fakt als alles andere.

das prädikat wertvoll bedarf tunlich einer frischzellenkur.




kommentar 5 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:04

Von: Peter Weiss
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 29.07.2004 13:44
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand


Ich verstehe

diese Liste nicht mehr. Ausgehen nicht aus Spass? El Cryptico regelt? Kultur- und Gesellschaftswandel ohne dass man mich vorgewarnt hat? Ich fürcht' mich ein bisschen.
Aber wie immer macht Luxus gute Laune. Hier was für professionelle Schnäppchenjäger aus Spass an der Freud':

aso.com/



kommentar 6 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:09

Von: Andrea Weiss
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 29.07.2004 15:38
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand


hallo, zum thema hafenaufstand,
wir sind uns von anfang an klar drüber gewesen, was
für ein spagat das bedeuten kann, einerseits mit dem gebäude und dem gelände hier eine chance zu bekommen die wir uns sonst nie hätten leisten können und andererseits gewissermassen eine marketingmassnahme in sachen umstrukturierung/ stadtentwicklung (stadt gleich marke...) usw. zu sein. das ist ambivalent, natürlich. und nostalgisch verweisend daher der name "hafen aufstand", denn die 1997er illegale open air party im osthafen war unsere erste damals (plug'n'play, trial and error), und ach was waren das noch für zeiten. die nachttanzdemo war gerade in der woche zuvor verprügelt worden, und man war zornig und housemusic war ein rausch. heute gelingen klubs, indem sie den medien zukommen lassen, wieviel geld sie allein in die sound-anlage investiert haben, oder wieviele lastwagen-ladungen feinsten quarzsand usw. Je höher die investitionssumme, desto grösser die medienpräsenz. Die event-gazetten schreiben daraufhin voneinander ab, was denn nun der hot spot der saison ist, und daraufhin
setzen sich ausgehfreudige menschen scharenweise in bewegung. sich dieser warenförmigkeit der klubs zu entziehen finden wir wichtig und schwierig.



Re: kommentar 6 aus tresurbain
by zitat on Jul 29, 2004 - 06:12

Von: Braan
An: tresurbain@domeus.de
Datum: 29.07.2004 17:21
Betreff: Re: AW: [tresurbain] hafen aufstand



das ist ja richtig, und sicher auch wichtig, aber widerspricht sich
denn nicht die designertheke und das etwas zu geschickte marketing, das
ihr betreibt, mit dem anspruch, den ihr (und den du ganz am schlusz
deiner mail formuliert hast) vor euch her tragt? ein biszchen parallele
zum main cafe lässt sich kaum von der hand weisen: ein jahr (von mir
aus auch 7 jahre) untergrund, und dann: plötzlich subventioniert (im
sinne von durch die polis unterstützt und einer symbolisch förderung
unterworfen im sinne eines tauschgeschäfts zu beiderseitigem vorteil)
und zack! schicke weppseite, ein aufwändigeres programm als der
musongturm, passgenaue theke und die ansprüche an sich und die
historizitär nach vorne pervertierte situation etwas zu glatt von den
lippen geflossen – warum nicht gleich sagen, dass der hafen die schicke
alternative zum king kutschibutschi schleim strand mit höherem
designanspruch ist und gefälligst auch so genommen werden soll. kämen
doch vielleicht noch mehr leute!?



Re: Hafenaufstand in Offenbach
by Guest on Jul 30, 2004 - 09:43

Ich halte das ganze für eine Milchmädchenrechnung.

Angenommen, Hafen2 und Strandklub etablieren sich nachhaltig, dann sind doch die Proteste schon abzusehen, wenn alles einem neuen »Wohn- und Geschäftsviertel« weichen soll. Wie soll denn da der positive Imagetransfer funktionieren?

Ich mag Milchmädchen.

a



Re: Hafenaufstand in Offenbach
by stbeck on Aug 01, 2004 - 11:11 http://www.stefanbeck.de

Das ist sicher ein interessantes szenario. Besonders wenn der Kinka Club proteste organisiert. Da bin ich gespannt.

Bez. Hafen2 kann ich mir proteste schon eher vorstellen, aber das gebäude liegt ja ziemlich am rande des geländes, so dass es unwahrscheinlich scheint, dass es komplett einer neubebauung weichen sollte. Eher schon, dass es zu einer umnutzung kommen könnte; aber das seh ich eher gelassen, denn die jetzigen betreiber geben sich "hafenaufstand" hin oder her kaum so widerspenstig, als dass man da etwas braveres etablieren müsste.

Warten wir ab, was in ein paar jahren passiert. Vielleicht geht den investoren auch noch das geld aus...



Re: Hafenaufstand in Offenbach
by Guest on Aug 01, 2004 - 11:52

ich meine, der überstrapazierte begriff hafenaufstand wird einfach überbewertet, also man schreibt ihm einen sinn zu, der ihm ursprünglich, also seitens der hafenbetreiber, gar nicht zugedacht war. einen clubabend mit aufstand anzukündigen, oder revolution ist doch nix neues.



Re: Hafenaufstand in Offenbach
by Guest on Aug 02, 2004 - 12:34

Ich hab auch nicht gemeint, dass "hafenaufstand" wörtlich zu nehmen ist.

Es handelt sich um eine der zahlreichen simulativen praktiken, die allgemein im clubbetrieb üblich sind. Meine sache ist es jedenfalls nicht.

stb