das produkt, für das wir arbeiten wollen, ist thing frankfurt.
dies nehmen wir als einen anlass, um uns einmal verstärkt mit uns selbst zu beschäftigen. wir möchten ein plakat bzw. eine plakatkampagne entwickeln, die mehrere zielsetzungen erfüllt:
- bekanntmachung von thing frankfurt
- auseinandersetzung mit kunst
- sensibilisierung der wahrnehmung von off-spaces
- erhöhung der besucherfrequenz von the thing
- positionierung von thing frankfurt als lohnendes sponsoring
diese aufgabe ist zugegebenermaßen nicht einfach, jedoch gibt es keinerlei inhaltliche einschränkungen bei der gestalterischen umsetzung. einzige vorgabe, die das pakat erfüllen muss, ist das format 18/1, besser bekannt als großflächenplakat.
da sich thing frankfurt als interaktives medium der thematik kunst und kunstkritik begreift, stellen wir diese aufgabe zur diskussion.
schon aus der kritik an der aufgabenstellung sollte es möglich sein, erste ideenansätze zu finden, die uns die möglichkeiten aufzeigen, the thing zukünftig zu einem größeren bekanntheitsgrad zu verhelfen. das ist unser anliegen, und das ist unabhängig vom anlass eines plakatwettbewerbs eine sache, die alle leser, schreiber und aktivisten von thing frankfurt betrifft.
die ersten fragen tun sich bereits im umriss der aufgabenstellung auf, die auch dem selbstverständnis von thing frankfurt und seinen aktiven wie passiven teilnehmern zu einer weiterentwicklung verhelfen mögen:
- ist thing frankfurt ein überregionales produkt?
- ist the thing ein produkt?
- inwieweit ist eine markentechnische differenzierung zwischen thing
frankfurt und the thing notwendig oder möglich?
- ist the thing kunst?
- ist the thing selbst ein medium?
- ist kunstkritik ein förderungwürdiges anliegen?
- wer übernimmt bei dieser aufgabenstellung die funktion des kuratoriums?
- sollte the thing für sich werben dürfen?
- inwieweit lässt sich thing frankfurt losgelöst von seinen machern darstellen?
- was ist meine eigene position in the thing?
- lässt sich die thematik der off-spaces überhaupt darstellen, oder verschwindet nicht bereits das off im akt der öffentlichen thematisierung selbst?
- ...
auch, wenn der plakatwettberwerb, den wir als anlass für diese arbeit nehmen wollen, nicht von erfolg gekrönt worden sein sollte, würde die arbei keinesfalls umsonst gewesen sein. eine umfassende anleitung, wie the thing frankfurt sich und sein anliegen zukünftig besser kommunizieren kann, wird auf jeden fall das ergebnis sein.
ring frei für die erste runde.


